Definitionen
 

 
 

2.1.  Selbstständige

Das Gesetz teilt die Arbeitswelt in Selbstständige und Nichtselbstständige ein. In Arbeitnehmer und Unternehmer. Arbeitnehmer ist, wer seine Arbeitskraft verkauft. Selbstständige verkaufen Arbeitsergebnisse.

Im Arbeitsalltag unterscheiden sich Selbstständige von den Arbeitnehmern zunächst dadurch, das sie

  • "auf Rechnung" arbeiten und ihre Vergütungen in voller Höhe ausbezahlt bekommen,
  • einkommensteuerpflichtig, in der Regel umsatzsteuerpflichtig und häufig auch noch gewerbesteuerpflichtig sind,
  • sich selbst um ihre Krankenversicherung und die Altersvorsorge kümmern müssen,
  • nicht in die Arbeitslosenversicherung aufgenommen werden,
  • sich selbst gegen Arbeitsunfälle und berufliche Schadenersatzansprüche versichern müssen,
  • ihre Vergütungen und Vertragsbedingungen frei aushandeln müssen, da Tarifverträge für Selbstständige (mit Ausnahmen) nicht erlaubt sind,
  • in der Regel keinen Anspruch auf Kündigungsschutz, bezahlten Urlaub und Fortzahlung der Vergütung im Krankheitsfall haben.

(Anmerkung, um Missverständnisse zu vermeiden: Wenn das Steuerrecht von "Selbstständigen" redet, so sind damit allein die freien Berufe gemeint. Alle anderen gelten dort als "Gewerbetreibende". Dieser Ratgeber benutzt den Begriff "Selbstständige" dagegen wie im allgemeinen Sprachgebrauch: als Oberbegriff, unter den sich die "Freiberufler" und die "Gewerbetreibenden" einordnen.)

 

 

[ Letzte Änderung: 1. Juli 2004]
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2.1.1. Gewerbe oder freier Beruf?
2.1.2. Gewerbliche Tätigkeit
2.1.3. Freie Berufe
2.1.4. Sonderregeln
2.1.5. Selbstständige als Arbeit- und Auftraggeber
2.2. Arbeitnehmer
3. Der Start